Über mich

Canan Erek ist eine in Berlin lebende, deutsch-türkische Tänzerin, Choreografin und Kuratorin. Nachdem sie eine klassische Tanzausbildung in Ankara und Istanbul absolviert hatte, lernte sie die Arbeit von Pina Bausch kennen und entschied sich deshalb nach Deutschland zu kommen. Von 1987 bis 1991 studierte sie Bühnentanz an der Folkwang Hochschule in Essen, unter der Leitung von Pina Bausch.

Ihre ersten eigenen Choreografien entstanden während des Tanzstudiums und zeichneten ihren weiteren Weg. Von 1992-1996 folgte ein Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anschließend konzentrierte sie sich ausschließlich auf eigene choreografische Solo-Arbeiten und realisierte zahlreiche Produktionen in Berlin. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Theatern in Berlin und in Festivals gezeigt. Als Gastchoreografin arbeitete sie u. a. für die Australian Opera in Sydney, für das Hans Otto Theater in Potsdam und für das Berliner Ensemble.

Von 2004 bis 2007 übernahm sie die künstlerische Leitung der Company des Leipziger Tanztheaters, wo sie weitere Choreografien erarbeitete.
Seit 2007 lebt und arbeitet sie wieder in Berlin.

Ihre künstlerischen Arbeiten haben einen interkulturellen Ansatz und setzen sich thematisch mit aktuellen gesellschaftlichen Diskursen auseinander. Auch die interdisziplinäre Arbeit mit Künstlern aus Musik und Film prägen ihren künstlerischen Ausdruck.

In den Jahren 2012-16 hat sie mit ihrer Arbeit die direkte Auseinandersetzung mit den urbanen Lebensrealitäten gesucht und entwickelte site-spezifische Konzepte für Tanz in öffentlichen Räumen.

Seit 2007 engagiert sie sich als Künstlerin im Bereich der kulturellen Bildung. Neben zahlreichen Projekten im Rahmen von „TanzZeit“ und eigenen Tanzprojekten hat sie mehrere Choreografien mit Jugendlichen im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker erarbeitet.

Sie ist die Initiatorin und künstlerische Leiterin von „PURPLE – Internationales Tanzfestival für junges Publikum“ welches zum vierten Mal im Januar 2020 in Berlin stattgefunden hat.

Außerhalb der künstlerischen Tätigkeiten engagiert sie sich in der Kulturpolitik in und ausserhalb Berlins. Sie war von 2010 bis 2016 die Vorstandsvorsitzende des „Zeitgenössischen Tanz Berlin e.V.“ welche sich für eine erfolgreiche Lobbyarbeit für den Tanz in der Kulturpolitik einsetzt.
Seit 2020 arbeitet sie als Gesamtprojektleiterin bei der Initiative “Offensive Tanz für junges Publikum”.

Ihre Projekte wurden bislang von unterschiedlichen Institutionen gefördert. Dazu gehören der Hauptstadtkulturfonds, die Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa, Projektfonds kulturelle Bildung und dezentrale Kulturämter.

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